Entwicklung B2B-Shop für die Volkswagen Group Original Teile Logistik, Vertrieb & Services GmbH
Entwicklung & Betreuung eines Multimarken-B2B-Onlineshops inkl. SAP-Anbindung für die Volkswagen Group OTLG
2018 beauftragte die Volkswagen Group Original Teile Logistik, Vertrieb & Services GmbH aus Baunatal den Frankfurter eCommerce-Spezialisten eWorks GmbH mit einem spannenden Onlineshop-Projekt: gesucht wurde eine langjährig erfahrene OXID-Agentur zur Realisierung eines Multimarken-B2B-Webshops. Nach intensiven Workshops mit unterschiedlichen Onlineshop-Agenturen und einem überzeugenden Angebot erhielt eWorks als OXID-Dienstleister den Zuschlag für die Entwicklung des neuen OTLG-Shops. Die OTLG wollte einen professionellen B2B-Shop erstellen lassen, damit Servicepartner, Werkstätten und Händler darüber zukünftig Räder, Reifen, Werkstattausstattung und anderes Zubehör der verschiedenen Konzern-Marken bestellen können. Die Wahl fiel nicht zuletzt aufgrund der uneingeschränkten Anpassbarkeit und des integrierten Mandantensystems auf das bewährte Shopsystem OXID eShop in der mächtigen „Enterprise B2B Edition“.
Zu Beginn des Projektes zeigte sich schnell, dass die größte Herausforderung in den konzeptionellen Unterschieden des Multi-Marken-Unternehmens selbst liegen wird: die Bedürfnisse von mehreren Marken, darunter die OTLG selbst, waren unter dem Dach eines einzigen Onlineshops zu vereinen. eWorks startete mit umfassenden Workshops, einer detaillierten Anforderungsanalyse und der technischen Konzeption der dazu erforderlichen OXID-Programmierungen. Ziel war es, die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Markenanforderungen herauszuarbeiten und in maßgeschneiderte OXID-Module umzusetzen. eWorks organisierte die erforderlichen Workshops, dokumentierte die Anforderungen, plante und entwickelte die technische Lösung mit OXID eShop, PHP und MySQL. Dabei wurde berücksichtigt, dass weitere Konzern-Marken auch zukünftig jederzeit noch nachträglich auf die entwickelte E-Commerce-Plattform migrieren können sollten. Nachdem diese konzeptionellen Vorarbeiten abgeschlossen waren, konnten die OXID-Entwickler den Onlineshop einrichten.
Die Projektumsetzung begann mit dem Paradoxon, Benutzerfreundlichkeit („Usability“) und regulatorische Anforderungen unter einen Hut zu bekommen: Shop-Kunden sollten Produkte aller Konzern-Marken in einem gemeinsamen Warenkorb bestellen können, während gesetzliche Vorgaben eine strikte Trennung der Marken im Backend verlangten, weil es sich um juristisch unabhängige, teilweise sogar konkurrierende Kapitalgesellschaften handelt. Während die Shop-Kunden im Frontend also alles unter einem Dach finden sollen, war für die Shop-Administration im Backend eine strikte Trennung aller Daten und Geschäftsprozesse nach Marken zwingend erforderlich. Der Shop-Kunde merkt von dieser Komplexität jedoch nichts, sondern legt nach Belieben Produkte der verschiedenen Konzern-Marken in seinen Warenkorb und bestellt diese. Das mächtige OXID-Mandantensystem erwies sich als perfekte B2B-Plattform für die effiziente und sichere Umsetzung dieses Berechtigungskonzeptes, da es die verschiedenen Markenshops hermetisch voneinander abriegeln kann.
Apropos SAP: Wenngleich Anbindungen von OXID eShop an SAP oder andere ERP- bzw. Warenwirtschaftssysteme nicht ungewöhnlich sind, stellte dieses Projekt alles Bekannte in den Schatten: denn nicht ein einzelnes SAP-System war anzusprechen, sondern beinahe ein Dutzend (!) unterschiedlicher SAP-Installationen – teilweise sogar gleich mehrere SAP-Systeme für eine einzelne Shop-Bestellung. Und während die allermeisten Onlineshop-Anbindungen an ERP-Systeme technische Einbahnstraßen sind, mussten die eWorks-OXID-Programmierer hier bidirektionale Schnittstellen entwickeln, weil die SAP-Systeme OXID-Bestellungen nicht nur entgegennehmen, sondern auch umstrukturieren können sollten: beispielsweise sind SAP-seitig vollautomatisch Artikel durch Nachfolgeartikel zu ersetzen, Reifen-Viererset durch vier einzelne Reifen zu ersetzen oder ähnliche Änderungen durchzuführen. Aus diesen vielen SAP-Schnittstellen wiederum erwuchsen Performanceprobleme im Bestellprozess, die durch technische Raffinesse gelöst wurden, indem der Checkout durch OXID-Programmierung vollständig asynchronisiert wurde.
Jenseits der SAP-Anbindung waren zahlreiche weitere Schnittstellenprogrammierungen erforderlich wie z. B. die Anbindung an mehrere PIM-Systeme („Product Information Management“) zum Produktdaten-Import sowie an ein CRM-System („Customer Relationship Management“) zum Kundendaten-Austausch. Last, but not least wurde die OXID-Authentifizierung umprogrammiert und authentifiziert seitdem gegen das zentrale ADFS-System („Active Directory Federation Services“) der OTLG zwecks Single-Sign-On (SSO).
Neben den zahlreichen Anbindungen, Schnittstellen, Importen, Exporten sowie unzähligen Datenmodell-Erweiterungen im Backend wurde auch das Shop-Frontend auf ein neues Level gehoben: Highlight ist die leistungsstarke Elasticsearch-Suche in Kombination mit den multidimensionalen Artikelfiltern, die sich in Echtzeit an die verfügbaren Auswahlmöglichkeiten anpassen. Außerdem zählt ein maßgeschneidertes Bonuspunkte-System dazu, das anhand komplexer Konfigurationen Bonuspunkte kalkuliert und visualisiert - in die unter anderem die Produkte selbst sowie deren zugeordnete Kategorien und Aktionen einfließen. Auch Rabatte wurden realisiert, welche direkt in die OXID-Preise hineingerechnet und visualisiert werden - und zwar zeitabhängig, markenspezifisch und voll konfigurierbar für den Shop-Betreiber. Diese und viele weitere Funktionen machen den OXID-Shop zu einem modernen B2B-Onlinehandel, der höchsten Ansprüchen gerecht wird.
In der finalen Projektphase wurde die gemeinsame OXID-Plattform um markenspezifische Anforderungen erweitert – jeweils nur für die anfordernde Marke sichtbar. Beispielsweise ein aktionsbasiertes Navigationskonzept. Oder ein B2B-Artikellisting, damit Poweruser zigtausende Artikel tabellarisch auflisten, filtern, durchsuchen und bestellen können – bei hoher Performance. Oder ein hochspezialisierter Räder-Shop, der die Ein- und Auslagerung von Kompletträdern ermöglicht – inklusive „Räder-Planungs-System“, das den OXID-Shop um Vorbestellungen erweitert, die erst zu einem festgelegten Zeitpunkt an SAP übertragen und bis dahin noch bearbeitet werden können. Ein weiteres Highlight stellt die Abonnement-Funktion dar, mit der beliebte Produkte regelmäßig vollautomatisch als neue Bestellungen angelegt werden. Dabei bleiben die Kunden immer im Loop: von der Bestellung bis hin zu jedem einzelnen Prozessschritt erhalten sie detaillierte E-Mail-Benachrichtigungen. Das OXID eShop-Mandantensystem ermöglichte die flexible Anpassung an die spezifischen Markenanforderungen, wobei Funktionen zwischen Marken geteilt und Entwicklungskosten gesenkt werden konnten.
Im Vergleich zu den umfangreichen PHP-Programmierungen, die mehrere Personenjahre beanspruchten, rückte das Shop-Webdesign beinahe in den Hintergrund: jede Marke brachte ihr individuelles Corporate Design (CD) mit, das „lediglich“ adaptiert, erweitert, umgesetzt und vollständig responsiv in den OXID-Shop integriert wurde. Die Ausnahme bildeten alle markenübergreifenden Shop-Seiten wie z. B. der gemeinsame Warenkorb: hier durfte eWorks ein völlig neues, markenübergreifendes Design kreieren und umsetzen, das alle Konzern-Marken einheitlich repräsentiert.
Trotz technischer Herausforderungen wie den Besonderheiten eines Multimarkenshops und der Anbindung zahlreicher SAP-Systeme konnte der OTLG-Shop pünktlich fertiggestellt und in Betrieb genommen werden – dank des starken eWorks-Teams. Denn das eWorks-eCommerce-Team (über ein Dutzend OXID-Entwickler) programmierte die unzähligen OXID-Module, während zusätzliche PHP-Programmierer aus anderen eWorks-PHP-Teams die zahlreichen Schnittstellen und Anbindungen entwickelten, C#-Entwickler aus dem eWorks-Microsoft-Team die AD-SSO-Anbindung integrierten und zertifizierte Excel-Entwickler aus dem eWorks-Office-Team sich um die Excel-Importe und -Exporte kümmerten. Echtes Teamwork!
Nachdem der OTLG-Shop das Licht der Welt erblickte, wurden sukzessive weitere Konzern-Marken integriert – und auch in Zukunft sind weitere Marken auf der OXID-Plattform nicht ausgeschlossen. eWorks unterstützt den Betrieb seitdem durch kontinuierliche Onlineshop-Betreuung und zusätzliche OXID-Programmierungen, um Sicherheit und Funktionalität des Shops stetig zu verbessern. Als OXID-Partner der ersten Stunde betreut eWorks den Shopbetrieb, installiert Shop-Updates, springt bei Bedarf sofort ein, berät technisch und programmiert alle gewünschten Zusatzfunktionen mit OXID eShop, PHP, Symfony, MySQL, Linux, JavaScript, HTML/CSS und weiteren Technologien.
eWorks steht für die Entwicklung und Betreuung professioneller Online-Shops mit umfassender Expertise und einem engagierten Team - für alle Branchen und Unternehmensgrößen. Wenn auch Sie eine erfahrene Webshop-Agentur suchen, einen Onlineshop erstellen lassen oder die Kosten eines Onlineshops kalkulieren möchten, steht Ihnen eWorks als langjährig erfahrene eCommerce-Agentur zur Verfügung. Wir bieten nicht nur professionelle Shop-Entwicklung mit Shopware oder OXID eShop, sondern auch langjährige, umfassende Betreuung und Support - aus einer Hand. Unser Team sucht kontinuierlich weitere PHP-Programmierer, um Ihnen jederzeit den bestmöglichen Service zu bieten. Vertrauen Sie auf unsere langjährige Erfahrung in der Erstellung und Betreuung von Onlineshops seit 1998.









